



Die Lenne in Altena
Ein interessantes Teilstück der Lenne befindet sich im Bereich der Stadt Altena. Hier gibt es abwechslungsreiche Fischereistrecken für fast jeden Anspruch. Es gibt ruhige Abschnitte, die gut bewatbar sind (ab 01. Mai jeden Jahres), mittelschnelle und sehr schnelle Abschnitte, bei denen jeder für sich selbst das Risiko des Bewatens abwägen muss. Der Fluss ist zwischen 15 und 25 Meter breit und es gibt Tiefen bis zu 1,80 Meter. Man kann aber eigentlich fast immer in maximal oberschenkelhohem Wasser waten.
Wenige 100 Meter unterhalb kommen wir in den Bereich vor der „ Steinernen Brücke“ , die am Anfang der Saison einen weiteren Anlaufpunkt darstellt, da auch dort vom rechten Flussufer aus gefischt werden kann. Hier wird man hauptsächlich Bachforellen und den einen oder anderen Döbel fangen können. Die Fische sind zum Teil von der Brücke aus zu erspähen.
Oberhalb der Stadt befindet sich das „ Finanzamt Altena“ , welches der erste Anlaufpunkt für uns ist. Man kann von der linken Flussseite aus schön zur gegenüberliegenden Seite fischen und seine Eintagsfliegennymphe abtreiben lassen. Da drüben ist es sehr tief und die Fische haben Einstellplätze durch Felsen am Ufer. Die Äschen sind jedoch oft launisch und man fängt eher eine Bachforelle. Das Stück zieht sich sehr ruhig bis zu einer Rausche im Bereich der ersten Häuser an der rechten Uferseite hin. Die Rausche kann von Zeit zu Zeit recht interessant sein, im ruhigen Wasser davor sahen wir schon richtig große Salmoniden. In der Rausche geht sehr oft etwas. Ein Durchwaten ist hier nur bei niedrigem Pegelstand zu empfehlen, auch wenn man weiter flußab gehen möchte, da im Uferbereich beim Metzger ein sehr tiefes Loch ist und die Ufer nicht betreten werden dürfen wegen der Gärten.
Nach der Brücke folgt ein schnelles rauschiges Gewässerbild, hier ist das Watfischen nicht ungefährlich! In dem unruhigen schnellen Wasser stehen aber sehr gute Fische, es ist jedoch sehr schwierig die ausgewählte Fliege hier anzubieten. Trockenfischen ist nicht unbedingt sehr erfolgreich, also muss mit Sinktip und beschwerten Ködern gefischt werden.
Im „ Stadtbereich“ ist der Fluss etwa 30 Meter breit und nur watend zu befischen, da die rechte Uferseite eine drei Meter hohe Spundwand, zum Hochwasserschutz, bildet. Linksseitig ist natürliches Ufer mit sehr starkem Baumbewuchs und einer Bahnlinie die nicht betreten werden darf. Der Weg um watend, bzw. überhaupt in der Stadt zu fischen, kann nur über den Einstieg oberhalb am Lennepegel (rechtsseitig) erfolgen oder unterhalb an der Fußgängerbrücke (linksseitig). Mit der Spundwand im Rücken hat man aber ein schönes Bild vor sich! Eine tiefe Rinne zieht sich vor dem Naturufer entlang. Dort sind Äschen, Bachforellen und Barben zu fangen. Einmal sind wir durch diese Rinne gewatet und Niki ist nur knapp einem stattlichen Aal nicht auf den Flossensaum getreten. Wir sahen fast im gleichen Atemzug noch eine Gruppe richtig dicker Karpfen an uns vorbeiziehen. Der Grund für uns dort zu fischen sind die eben erwähnten Äschen und Bachforellen, denn dort sind keine Kormorane anzutreffen!
Unterhalb des Stadtkerns, an der „ Sauerlandhalle“ , ist ein flacherer, gut bewatbarer Flussabschnitt, welcher an der Straßenbrücke, bzw. Bahnbrücke endet. Hier fühlt man sich auch eher wieder zurück in der Natur, außer es findet eine Großveranstaltung statt. Äschen und Bachforellen sind hier die Hauptbeute. Die Maße der Fische sind aber nicht so hoch, man kann jedoch bei einer günstigen Sternenkonstellation auch mal einen Kracher fangen.
Denjenigen von Euch, die seit langem mit der Fliege fischen und der Lenne schon vor Jahren einen Besuch abgestattet haben, sei gesagt, auch hier wütet der Kormoran jeden Winter, wenn die Seen zugefroren sind. Das blieb nicht ohne Folgen, die Fischerei hat sehr stark an Attraktivität verloren und die Äschenbestände sind stark zurückgegangen. Fänge wie vor 10 Jahren sind leider nicht mehr möglich.